Trennungskultur

Trennungen in Unternehmen fühlen sich für jeden Menschen anders an.

Wenn sich beide Seiten an getroffene Vereinbarungen halten, der Prozess also „formal sauber“ abläuft, ist oft schon viel gewonnen. Doch reicht ein formal korrektes Vorgehen aus? Es geht auch um Beziehungen, um Wertschätzung, um den Umgang miteinander.

Kündigungen – egal von welcher Seite – können das eigene Selbstverständnis in Frage stellen. Wer geht, erlebt häufig ein Wechselbad der Gemütszustände: Zorn, Euphorie, Zweifel, Angst, Erleichterung, Niedergeschlagenheit – vieles ist möglich und das oft über Wochen oder Monate. Wer bleibt, erlebt vielfach Ähnliches. Und oft ist anfangs gar nicht so klar, wer sich durch die veränderte Situation verbessert und wer sich verschlechtert. Wo eine Trennung mit Trauer verbunden ist, brauchen Abschied und Neuorientierung Zeit.

Ähnlich wie bei Trennungen im Privatleben passen die erzählten Geschichten oft nicht zusammen. So unterschiedlich ist das Erleben. Und jede Geschichte ist wahr.

Was macht eine gelungene Trennung aus? Unabdingbar ist, dass die beteiligten Personen frühzeitig ehrlich und respektvoll miteinander reden. In einer Trennung wird deutlich, wie es um die Unternehmenskultur bestellt ist. Oft wäre mehr möglich. Doch die Sachebene ist sicheres Terrain.

Wie sich beide Seiten im Trennungsprozess verhalten, prägt auch ihr Image in weiteren Arbeitsbeziehungen. Eine Trennung zieht weite Kreise, wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Sie beeinflusst nicht nur denjenigen, der geht und sich neu orientieren muss, sondern auch das Team, das zurückbleibt.

Was würden Sie sich wünschen?

 

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