Reizüberflutung

 

 

Wir suchen das Wissen,
das wir durch Information verloren haben.
T.S. Elliot

Die modernste Form der Sintflut
ist die Reizüberflutung.
Ernst Ferstl

 

Urlaub ist wunderbar. Aber die Flut der aufgelaufenen Emails macht einen Teil der Erholung sofort wieder zunichte. Und jede davon konkurriert mit einer fast unüberschaubaren Anzahl anderer Informationen und Impulse. Oft ist es mit dem Lesen ja nicht getan. Eigentlich wäre die ein oder andere Email es wert, inne zu halten und über die eigene Position, die eigene Haltung dazu nachzudenken. Aber dann kommt der nächste Impuls, die nächste Information und schon ... – weg ist der Gedanke.

Auch zu unseren Wortmeldungen bekommen wir solche Rückmeldungen. Lesenswert. Anregend. Häufig mit einem Anflug des Bedauerns, nicht länger darüber nachdenken zu können. Bemerkenswert die Rückmeldung eines Lesers, der sich für die höchst interessante Wortmeldung bedankte, sich aber an den Inhalt nicht mehr erinnern konnte. Nicolas Carr beschrieb das Phänomen in einem Artikel über das Internet: „...dass sein Gehirn sich langsam aber sicher adaptiere und zu einer Art nervösem Flipperautomaten werde...“

Ertrinken wir langsam in einem Meer von Information? Welche Auswirkungen hat das auf unsere Haltung zur Information an sich?

Kennen Sie den Druck ständig neu zu priorisieren? Wie gehen Sie damit um?
Kennen Sie die Sehnsucht, am liebsten gar keine ungefilterten Informationen mehr zu bekommen? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Informationsfülle für die Arbeit?
… für die individuelle und gemeinschaftliche Priorisierung von Themen?
… für die Chance, gesteckte Ziele mit den kalkulierten Ressourcen zu erreichen?
… für die Konzentration auf das Wesentliche?
… für die Produktivität bzw. Erschöpfung der Organisation?

Was kostet Sie Ihr Umgang mit der Reizüberflutung? Menschlich und betriebswirtschaftlich?

Wie lautete noch mal die Frage?

 

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