Das Osiander-Prinzip

Wir reden keinem Unternehmen das Wort, es sei denn, es ist tatsächlich der Rede wert. Dazu eine wahre Geschichte:

Eine Kollegin hat Geburtstag. Schon morgen. Sie sitzt in Tübingen, ich in Darmstadt. Ein Buch über einen bekannten Internetanbieter zu bestellen wäre leicht, wenn sie denn den Titel führten. Sie tun es nicht. Und eine Ersatzlösung will ich nicht. Also rufe ich die Osiandersche Buchhandlung in Tübingen an. Die junge freundliche Mitarbeiterin findet das Buch in ihrem Computer und kann es innerhalb von 24 Stunden besorgen. Ja, sie können es auch als Geschenk verpacken und eine Grußkarte mit individuellem Text beilegen. Und zustellen? Selbstverständlich, innerhalb Tübingens per Fahrradkurier. Kostenfrei!

Peinlicherweise habe ich eine alte Anschrift in meinem Adressver-zeichnis und der Kurier muss unverrichteter Dinge wieder zurückfahren. Alles Weitere erfahre ich erst später durch meine Kollegin. Die Osianderschen Buchhändler ermitteln die neue Adresse, fahren das Buch zum zweiten Mal durch Tübingen und stellen es diesmal zu: Schön verpackt, mit handgeschriebener Grußkarte und noch am Geburtstag!

Die per Post zugestellte Rechnung weist lediglich den Buchpreis aus.

Kein Chef hat´s gesehen. Da leben Menschen einfach das Selbstver-ständnis ihrer Firma: Osiander – Bücher seit 1596

Die Geschichte ist jetzt zwei Jahre her und beeindruckt mich noch heute. Wann immer ich ein Buch brauche weiß ich, wo ich es bestelle.

 

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